Methode

Es wird eine Primärerhebung mit zwei Messzeitpunkten unter berufsschulpflichtigen Flüchtlingen in VABO-Klassen durchgeführt. Der erste Messzeitpunkt (Mai bis Juli 2017) beinhaltet retrospektive Fragen zur Migrationsbiographie, zur formalen und nicht-formalen Vorbildung und zur familiären Situation. Außerdem werden kognitive Indikatoren erhoben (kognitive Grundfähigkeit und Sprachstand Deutsch) und Fragen zu Bildungsaspirationen gestellt. Darüber hinaus steht die Erfassung von Integrations-Indikatoren (z.B. soziale Kontakte, Einstellungen zum Zielland, Wohnsituation) im Zentrum der Erstbefragung.

Ziel der zweiten Erhebung (März bis Juli 2018) ist vor allem, Veränderungen zwischen den beiden Messzeitpunkten zu identifizieren sowie die Übergänge und Anschlusslösungen nach dem Verlassen der VABO-Klasse zu untersuchen.

Die Methodik umfasst zum ersten Messzeitpunkt einen online-Fragebogen sowie Tests zur Erfassung der kognitiven Grundfähigkeiten und des Sprachstands in Deutsch. Zum zweiten Messzeitpunkt sind für die im Berufsschulsystem Verbleibenden ein online-Fragebogen und ein Sprachtest geplant. Diejenigen, die hingegen das Berufsbildungssystem verlassen haben, sollen mittels online-Fragebogen oder CATI befragt werden.

Um potenziellen Sprachbarrieren zu begegnen, werden die deutschen Fragebögen und Testanweisungen jeweils in mehrere Sprachen (Arabisch, Englisch, Französisch, Paschtu, Persisch, Tigrinya) übersetzt.

Die Grundgesamtheit der Studie bilden berufsschulpflichtige Flüchtlinge in berufsvorbereitenden VABO-Klassen im Regierungsbezirk Freiburg. Aus dieser wird auf Klassenebene eine Stichprobe von etwa 1700 Schülerinnen und Schülern in 100 Klassen gezogen.